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Musikschule Zürcher Oberland

Bahnhofstrasse 36

8620 Wetzikon

Die Pädagogischen Grundsätze der Musikschule Zürcher Oberland

Vertrauensvolle und beständige Schüler-Lehrer-Beziehung
Auch wenn zunehmend neue Unterrichtsformen den traditionellen Einzelunterricht ergänzen: Eine wichtige Quelle positiver persönlicher und musikalischer Entwicklung der Schülerinnen und Schüler an einer MZO ist eine persönliche, vertrauensvolle und beständige Beziehung zu ihren Lehrpersonen. 

Begeisternde und verantwortungsbewusste Lehrpersonen
Unsere Schülerinnen und Schüler brauchen Lehrpersonen, die Begeisterung auslösen können und die die eigene Freude an der Musik und an ihrer künstlerischen Tätigkeit überzeugend vorleben. Gleichermassen brauchen sie Lehrpersonen, die respektvoll und sensibel mit den Bedürfnissen ihrer Schülerinnen und Schüler umgehen und bereit sind, Mitverantwortung für deren Entwicklung zu übernehmen: Verantwortungsbewusste Musiklehrpersonen fühlen sich einem pädagogischen Ethos verpflichtet. 

Fehlerkultur
Musizieren, Singen und Tanzen sind höchst komplexe und daher störanfällige Tätigkeiten und die Aufführung vor einem Publikum kann unter einem gewaltigen Druck stehen (Stichwort „Lampenfieber“): Umso wichtiger ist es, gerade an Musikschulen von Anfang an einen positiven Umgang mit Fehlern zu entwickeln. Fehlerkultur bedeutet, Falschmachen nicht als Versagen oder Scheitern zu bewerten und mit Vorwurf, Ärger oder Verdrängung zu beantworten, sondern den Fehler als Informationsquelle und notwendigen Impuls für weitere Anstrengungen und Verbesserung zu betrachten.  

Verstärkung des Positiven und konstruktive Kritik
Unsere Lehrpersonen sollten den Schülerinnen und Schülern den Gefallen tun, stets das ihnen Bestmögliche zu erwarten. Sie sollten im Umgang mit den Leistungen der Schülerinnen und Schülern vorzugsweise das Positive verstärken und dem Verbesserungswürdigen mit konstruktiver Kritik gegenübertreten.  

Lehrpersonen auch als Begleitende und Beratende
Musizieren lernen geschieht an einer Musikschule sowohl in formeller Weise (z.B. im systematisch aufbauenden Instrumental-, Gesangsunterricht) als auch im eher informellen Rahmen (z.B. Bandarbeit). Je nachdem wie die Schülerinnen und Schüler selbst ihre Lernprozesse steuern, verändert sich auch die Rolle der Lehrpersonen: Lehrende an der Musikschule sind nicht nur Ausbildnerinnen und Ausbildner, sondern auch Begleitende und Beratende.  

Selbstständigkeit und Selbstbefähigung
Ohne die Bedeutung des Nachahmungslernens in bestimmten Lebensaltern oder Entwicklungsphasen in Frage zu stellen: Pädagogisches Ziel – auch in meisterklassenähnlichen Beziehungen – ist letztlich die musikalische und persönliche Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler, gründend in deren Fähigkeit zur Kritik, zur Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion. Anzustreben ist die Selbstbefähigung der Schülerinnen und Schüler, d.h. die Bereitschaft und das Vermögen, sich auch nach Ende des formellen Unterrichts weiter zu entwickeln.